Solltest du zu den Menschen gehören, die auf die Frage: wie viel ist zwei mal zwei, grundsätzlich antworten: warum, wirst du von ihm alles über Dangleroiden erfahren.
Oder fahre nach Paris und frage den Herrn, der während der Nazibesetzung nur noch in selbst geschneiderter Generalsuniform auf die Straße ging, sich später zum Überpapst gegen Pillenpaul ernannte und entsprechend kostümiert allmorgendlich die Antimesse in einer gemieteten Kapelle zelebrierte, dem Richard Wagner nicht genügt: s e i n e Kompositionen wurden mit 250 Mann uraufgeführt, spätere für 500 Mann und darüber fanden bislang keinen Gönner. Seit Jahren hat er die Fensterläden seiner Wohnung vernagelt:
C’est la merde dehors!
Mein Bruder ist Personalchef in einem Amikonzern und mindestens 20 kg schwerer als ich. Wir haben die gleichen Eltern, sind gemeinsam aufgewachsen, warum zum Teufel sitze ich nicht in seinem Sessel. Warum habe ich das Ministrieren gekündigt, als mich der Pfarrer bedrängte, das Gymnasium quittiert, wo ich jeden Morgen die Fingernägel vorzeigen musste, die Kaserne keine 24 Stunden ertragen, wo ich lernen sollte, mich mit einer olivgrünen Plastikplane gegen A B C - Angriffe zu schützen?
Du reist zu deinen Träumen nach Afrika und musst dich mit den Matrosen prügeln, weil du ihre Essensreste vom Teller kratzt und den Kanaken gibst, läßt dich ausdodeln, weil du dir kein Negermädchen für eine Schachtel Marlboro ins Bett holst, musst zusehen, wie die Schwarzen mit Stockhieben und Fußtritten zur Arbeit getrieben werden, warum lachst du nicht darüber wie alle anderen? Du landest in Wien bei der Caritas und hilfst in einem SOS-Laden, hilfst im Jahre 67 die Ungarnhilfe von 56 auf den Mist zu führen, hilfst alle Damenschuhe mit hohen Absätzen aussortieren und verbrennen, fragst deinen Direktor naiv, warum das ganze Zeug nicht ins nächste Katastrophengebiet verfrachtet wird: gegen Sachspenden protestiert die Industrie.
Du wirst Erzieher in einem Heim für strafentlassene Jugendliche, rennst an gegen Institutionen, in denen manch einer dem Vergasen nachtrauert, weil’s billiger war, rennst an gegen „Spartakisten“ denen ein Haufen verzweifelter Jugendlicher gerade in ihren politischen Poker passt, musst deine Sozialarbeiterillusionen Stück für Stück begraben.
Da fällt mir Wien ein, Tabor Straße Stadtleitung der KPÖ, in der Kantine essen die grauen Kittel am einen Tisch, die Krawatten am anderen. Das war 69, inzwischen wurde gereinigt: es hieß endlich seien die Juden draußen.Siehst du, kann sich hier der gelernte Marxist einblenden, so gelangt man vom Idealismus zum Klassenkampf.
Ich bekomme den Schluckauf über unsere proletarische Avantgarde, wenn so ein Maoist daherwandelt und seine Predigt abratscht, nachzulesen in der Peking Rundschau und jeder Einwand gegen die Phrase prallt: man muss auch in Österreich die Revolution machen.
Er will und braucht keine Diskussion, er weiß eh alles.
Und der Trotzkist kommt angelaufen und zetert: ihr wart doch früher politisch, vier Jahre lang habt ihr politisch gearbeitet, da hat es in Oberösterreich einen VSM gegeben, einen FÖJ, IDK, AKI; Paulusgesellschaft, da hattet ihr Lokale, Abziehmaschinen, Offsetmaschine; da habt ihr Flugblätter gedruckt, Zeitungen, habt Gruppen aufgebaut, Schulungen, Veranstaltungen, Demonstrationen organisiert, warum habt ihr das nicht fortgeführt zum Aufbau der neuen revolutionären Partei? Was soll ich ihm antworten?
Hunderte Jugendliche sind in diesen Jahren mit uns in Berührung gekommen, Schüler, Lehrlinge, Studenten, Arbeiter und Angestellte. Was haben wir mit ihnen gemacht? Haben wir sie ideologisch geimpft auf Lenin, Trotzky, Mao oder sonst wen verschworen und Monatsbeiträge einkassiert? Nein, das lief alles ganz anders.
Da war Unzufriedenheit mit den Eltern, der Schule, der Lehrstelle, dem Arbeitsplatz, dem Wehrdienst, dem Hochschulbetrieb, ängstliche hilflose Unzufriedenheit hockte in Kaffeehäusern herum, suchte nach Auswegen. Wir haben einen Keller gemietet und gesagt: hier kann sich die Unzufriedenheit treffen, streiten, konkret werden: hier kann sie ein Flugblatt abziehen, eine Zeitung drucken, Transparente malen, kann um Rat fragen, sich Namen geben, sich organisieren: ein Kindergarten ohne Aufnahmebedingungen.
Das zierte sich mit Che Bärten und Leibchen, hängte sich Rosa Luxenburg in Medaillons um den Hals, pickte sich Sowjetsterne auf die Schultasche, lauschte verzückt dem Degenhardt. Das stahl, kaufte und las ungeheure Mengen ungeheuer gescheiter Bücher und plapperte entsprechend daher, schüttelte die einzig wahre Lösung für Vietnam aus dem Ärmel, rechnete mit Castro ab, was der alles verkehrt macht und wuzzelt sich aus Solidarität mit Eldidge Cleaver einen Joint.Also Eintritt frei für den Marcuse-Fan, den Wilhelm Reich-Verehrer; den LSD-Strategen, den Buben, der zur Baader Meinhof will, den Marx-Engels-Lenin sagte Studenten, den Fighter of the Cosmic Liberation Army.
Das tobte gestern gegen Kreml-Bürokraten und wirbt heute Volksstimme Abonnenten, schrie gestern Tod den Bullen und betet heute in der Vereinigungskirche, plädierte für den kommunistischen Geist und kauft sich einen Sportwagen.
War das alles?
Hier und da hockte einer zwischen den großen Revoluzzern, wußte sich nicht recht auszudrücken, legte Zeitungen zusammen, räumte Dreck weg, fragte verlegen dies und jenes: was das alles kostet und wer es bezahlt, warum du gratis in einem Kellerloch schuftest, statt irgendwo groß zu verdienen, warum deine Frau Urlaubs-Weihnachts- und sonstiges Geld in den Laden steckt, fragte und erzählte, von den Gemeinheiten, die ihm widerfahren, anderen widerfahren, fragte, ob das immer so bleiben müsse, was man dagegen tun könne, was er dagegen tun könne, legte Zeitungen zusammen, räumte Dreck weg, verteilte Flugblätter, verkaufte Zeitungen, bettelte Inserate, bettelte Spenden, ging arbeiten und bezahlte die letzte Papierrechnung.
Manchmal kam auch ein Mädchen daher, nicht als Dackel seines Herrn, lernte abziehen, drucken, Regale fürs neue Büro bauen, Leitungen legen, ausmalen, emanzipierte sich, statt davon zu reden.
Da war nichts ausgereift, nichts strategisch durchgedacht, das tat sich oft leichter mit der Bergpredigt als mit Lenin, verlangte eher nach zärtlichen Gesten denn rauhen Parolen. Das war kein Kader, kein Kollektiv, nicht einmal eine Gruppe, war ein Sammelsurium wirrer Ansichten und Meinungen, voller Ängste und Aggressionen, das verlief nicht gradlinig, zielstrebig, sondern grotesk verknäuelt bis hin zum Krampf, entzerrte sich, stolperte weiter zur nächsten Verzerrung schien sich in neurotischen Exzessen jäh aufzulösen und vereinte sich im nächsten Schritt.
Manche hätten gerne genascht, uns liebevoll lächelnd geschluckt und fluchen heute, weil sich das seine eigenen Wege sucht, die absolute Wahrheit einzig dem Kosmos zugesteht und meint, die menschliche Erkenntnis möge sich gefälligst bescheiden.Sie möchten diese Gärung ins ideologische Gehäuse zwingen und steuern? Möchten Gräben ziehen, Dämme aufschütten, hinlenken zu ihrer Mühle? Wie heißt die, was mahlt die, was wird daraus gebacken und schmeckt das überhaupt? Wer frißt da wieder die größten Brocken und wem bleiben wieder nur Brösel über?
Wem es beliebt, aus dem Universum einige Brocken zu fischen und darauf Tempel und Parteizentralen zu bauen, bitte schön, unser Vergnügen ist das nicht, wir gehören zu jenen störrischen Eseln, die sich seit jeher weder mit Schmeicheleien noch Stockhieben hinter Umzäunungen zwingen lassen, die respektlos ins Maul stopfen, was ihnen begegnet, tüchtig kauen, verdauen, verwerten was brauchbar erscheint und das Übrige ausscheiden.
Wir sind europäische Esel, schreien vor allem deutsch, träumen zwar von Afghanistan, vom Kilimandscharo, vom Paraná, machen auch mal einen Besuch bei den Verwandten dort, gehören aber doch hierher, sind aus diesem Boden geboren, der trotz aller Verwüstung Schönheit behauptet, trotz aller Geistestötung Gefährten birgt. Darum streunen wir nicht umher, sondern bestimmen den Ort, wo wir uns niederlassen und verwurzeln, auskeimen, wachsen und Frucht bringen.
Aus tausend Gründen und doch nicht zufällig, liegt dieser Ort in Oberösterreich nicht in Linz Wels oder Steyr, sondern daneben, am Rande des Beckens, das demnächst mit Wohnsilos und Fabriken gefüllt werden soll.
Ich gestehe meine Sentimentalität: vor meinem Fenster grünt der Nussbaum, nicht die Leuchtreklame, pocht der Buntspecht, nicht der Presslufthammer und es weckt mich tatsächlich Hahnenschrei und Hundegebell und nicht die erste Straßenbahn und es riecht und stinkt nach allem, nur nicht nach Auspuffgasen und mein Kind wälzt sich im Sommer nackt, im Winter halbnackt mit Hunden im Dreck, fragt, wann wir endlich das Pferd bekommen, begreift seine und unsere Schande nicht: wir hausen am Land.
Wo wir das Geld hernehmen?Hausen also zum Dutzend und mehr in den ewigen Provisorien einer Großbaustelle, auf der sich eine Handvoll Irrer abmüht, aus einem verfallenen Gehöft wieder einen Vierkanthof auferstehen zu lassen. Die Augen treten dem gelernten Linken aus dem Schädel wenn er hört wie viel Tonnen Papier und Druckerschwärze da unwiderruflich an Zement- Sand und Schotter verloren gehen.
Das interessiert die am meisten, die sich am wenigsten den Kopf darüber zerbrechen, wie wir’s zusammenkratzen. Das interessiert vor allem den schwarzen Sicherheitsdirektor, der uns in seine Kartei öffentlicher Gefahren einreihen muss, weil wir unsere Arbeit selbst regeln. Von Dangleroiden ahnt er nichts, würde sie in seinem Verzeichnis der Aufsässigen auch nicht finden, also stopft er uns wie alles Ungereimte unter A wie Anarchisten und mich wegen meines westdeutschen Passes zu Baader und Meinhof. Spötter rieten, wir sollten ein Schild übers Hoftor nageln. Hotel ULRIKE.
Ich kann meine Unschuld nur damit beweisen, daß der Herr Sicherheitsdirektor noch lebt, daß er weder abgeknallt noch in die Luft gesprengt wurde. Gehörten wir zum besagten Verein, kein Zweifel, er hätte bei dem, was er uns bislang angetan, längst sein Staatsbegräbnis gehabt. So aber sitzt er im Amte, legt seine Fußangeln aus und zwingt uns zu lernen, wie man heimtückischen Fallen entgeht. In Hamburg habe ich mal lange gestritten mit einem Bekannten, den es zum Bombenwerfen und Bullenkillen drängte. Glauben sie bloß nicht, das seien Fleischhauertypen, die sind im Gegenteil Übersensible, an ihrer Ohnmacht Verzweifelnde, die schreien und entsetzt davonrennen wenn eine alte Frau unter den Lastwagen gerät.
Seither haßt er mich, weil’s stimmt, er’s aber nicht lernen will, weil es einfacher ist, bei der KPD/ML ein Requiem für Holger Meins zu singen und danach unter der Bettdecke zu beten: Lenin, gibt mir die Kraft, mein Kleinbürgertum loszuwerden. Vielleicht spart er demnächst für eine Sonderbehandlung in Otto Mühl’s Gruselkabinett. Solche Geschichten fallen mir halt ein, wenn von Terroristen die Rede ist, gar ein amtlicher Verdacht auf mir lastet, selber einer zu sein. Wollen sie mehr davon hören? Nicht? Lieber von Dangleroiden?Sagte ich zu meinem Bekannten: geh in den nächsten Schlachthof und schau solange zu, bis du jedes Beben in dir unter Kontrolle hast, sonst wirst du nie helfen, weder der Frau unterm Lastwagen noch dem Vietnamesen noch irgend jemand, sonst krampft dir der Horror Herz und Hirn solange zusammen, bis du dich in einem Blutbad erlösen willst.
Also gut: die Dangleroiden haben nach altbewährter Guerillastrategie einen Stützpunkt errichtet, ihn gegen die ersten Attacken gehalten und arbeiten nun fieberhaft daran, ihn zu befestigen und auszubauen. Laut Mao und Che müssten sich aus diesem Prozess die Menschen und Mittel für den nächsten Schritt entwickeln: vom Stützpunkt zum befreiten Gebiet. Dann geht’s weiter und weiter bis zur Einkreisung Wiens. Nach der Eroberung der Metropole großes Hendlbraten im Parlament.
So blödeln wir dahin nach einem Tag Ziegelputzen, Deckenbetonieren, Kartoffelklauben beim Nachbarn, gönnen uns einen tröstenden Blick in die Zukunft.
Ich selbst habe es einfach, bin am Lande geboren, auf Bauernhöfen aufgewachsen, habe ein Dutzend Handwerke gelernt wie andere Radfahren und Schwimmen, bin von der Mittelschule abgehauen nach Afrika habe mich jahrelang in Gorkis Universitäten herumgetrieben, bin dem Intellekt aufs Glatteis gefolgt, aber nicht aufs Maul gefallen, fürchte das Mechanische eigentlich nicht sehr, weil ich’s durchschauen und immer wieder in Griff bringen kann und erfahren haben, wie das Poetische letztlich durchbricht und siegt, weil’s dichter, richtiger ist.
Wenn du groß geworden bist mit Pferden und Traktoren, Zuckerrüben und Knoblauch, mit Ämtern, Banken, Parteien umgehen gelernt hast, dich zurechtfindest in den verschlungenen Windungen von Wissenschaft und Philosophie, brauchst du diese Wirklichkeit nicht zu fliehen, gehst ganz einfach zunehmend richtig mit ihr um. Dann ist dein Lied und dein Tanz kein verzweifelter Schrei eines Ausgestoßenen, sondern Freude und Fest nach gelungener Arbeit.
Die mit mir arbeiten, haben es meist schwerer, müssen sich jahrelang mühsam abringen und erkämpfen, was mir in den Schoß fiel, entbehren tausend Vorteile, die mir geschenkt wurden, stehen mit dem besten Willen doch immer wieder vorm Niegelernt, sollen Tag für Tag die Herausforderung annehmen und bewältigen, ständig mit einem Treiber im Nacken, dem nichts schnell genug geht.
Mit der Geduld hapert`s bei mir: wo ich hinschaue, sehe ich fürchterliche Mängel, weniger an Mitteln und gutem Willen, als an Denkfähigkeit, Bewusstsein und Kenntnissen, Misstände zu erkennen und gezielt zu beheben. Auf der Riesenbaustelle „sozialer Wandel“ schreit es nach Arbeitskräften, nach eingespielten Profis, statt dessen quält sich ein Häuflein Idealisten mit einer täglich unmöglicheren Last.
Wer von uns würde nicht jubeln, wenn die Menschen die Verhältnisse sprengen, die ihre Entfaltung hemmen, aber wer bei klarem Verstand würde diesem winzigen Land vor der Nase Breschnjews in den nächsten Jahren solche Erschütterungen tatsächlich wünschen?
Wer sich Sozialist nennt, schließt gegen Moskaus Gelüste mit Mauthner Markhof einen Pakt, sonst sind wir verratzt. Wer einen Rest dialektischen Denkens bewahrt hat, begreift den aktuellen Hauptwiderspruch und schüttelt, sei’s ihm auch noch so zuwider, dem Herrn Sallinger die Hand.
Das heißt doch nicht, dass wir die Waffen strecken, die Flinte ins Korn schmeißen, heißt im Gegenteil, die erreichten Positionen mit Zähnen und Klauen behaupten, neue erobern, in allen Bereichen, auf allen Ebenen, heißt soziale Fortschritte erkämpfen bis zum Limit, das unsere großen Nachbarn setzen ohne uns zu fragen.
Freilich, die großen Erfolge über Nacht sind nicht drin und Heldenauszeichnungen gibt’s auch keine. Dafür gibt’s Aussicht auf jahrelange mühselige Kleinarbeit, winzige Schritte vorwärts trotz aller Anfeindungen und Rückschläge. Nichts ist aussichtslos, das vertrocknetste Hirn lässt sich aufweichen, aber nicht mit roten Fahnen und großen Sprüchen.Es soll doch keiner behaupten, dass da kein Raum bliebe für radikale Arbeit, daß alles zur Kosmetik am Bestehenden degradiert würde, daß sinnvolle Arbeit erst nach der großen Irgendwann-Revoluiton möglich würde. Es gibt auch für ungestüme Klassenkämpfer noch genügend anspruchsvolle Plätze, hier und jetzt.
Wir versuchen es, bauen aus einer Abbruchbude wieder das „Danglgut“ arbeiten anders, denken anders als unsere Umgebung und sind ihr doch nicht Feind. Wenn du herumfragst, heißt es da und dort schon längst nicht mehr „Kommune“ sondern „beim Dangl“, sagt nur noch selten wer Faulenzer, Rauschgift, Geheimbordell, weil die guten Leute außer Vorurteilen auch Probleme haben, mit dem Auto, dem Rübenernter, der Mengenlehre, weil sich „die vom Dangl“ auskennen und helfen, weil man da Werkzeuge haben kann und auch mal Arbeitskräfte, wenn’s brennt- Und es wird zwangsläufig gefragt, geantwortet, nachgedacht umgedacht und es entsteht langsam aber sicher Respekt, Sympathie. Das kann der Herr Sicherheitsdirektor nicht hindern und der Herr Sallinger auch nicht, dass wir Vertrauen gewinnen und darauf aufbauen, was ihnen bitter schmeckt.
Natürlich muss ich heulen, wenn ich einen Bildband von Auschwitz in die Finger bekomme und habe mitunter panische Angst, dass uns zuwenig Zeit bleibt.
Verstehen Sie meine Ungeduld?
Meine Hochachtung jedem, der seinen Posten bezieht und sich redlich bemüht, seiner Erkenntnis der Wahrheit nach bestem Vermögen Gestalt zu geben.Verstehen sie meine endgültige Aversion gegen theoretisches Geschwätz, gegen Scharlatane, deren Demagogie gerade ausreicht, Halbwüchsigen zum Pflastersteinwerfen anzufeuern?
Stefan Böning



