{"id":26352,"date":"2025-09-02T22:32:39","date_gmt":"2025-09-02T20:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/progenia.ch\/events\/die-macht-der-erwachsenen\/"},"modified":"2026-06-22T11:23:43","modified_gmt":"2026-06-22T09:23:43","slug":"die-macht-der-erwachsenen","status":"publish","type":"events","link":"https:\/\/progenia.ch\/tr\/events\/die-macht-der-erwachsenen\/","title":{"rendered":"Die Macht der Erwachsenen"},"content":{"rendered":"<p>Interdisziplin\u00e4res Kolloquium<\/p>\n<p>Heutzutage gibt es bei immer mehr Menschen in westlich-liberalen Gesellschaften ein Bewusstsein daf\u00fcr, dass Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie hochproblematisch sind. In der Diskussion weniger pr\u00e4sent sind Diskriminierungsformen gegen\u00fcber Menschengruppen, die in den Augen einiger Teile der Gesellschaft nicht oder noch nicht gen\u00fcgend \u00f6konomisches, kognitives, neurologisches und\/oder physiologisches Potential mitbringen. Im Zusammenhang mit unserem Vereinsanliegen ist das vor allem jene Diskriminierungsform, die vermutlich jeder Mensch von Geburt an in unserer Gesellschaft mehr oder weniger stark erf\u00e4hrt. Die Rede ist von Adultismus, also der Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen aufgrund ihres Alters.<\/p>\n<p>Adultismus erleben wir in unserem Elternhaus und unserem sozialen Umfeld, in Institutionen und in der gesamten Gesellschaft. Er findet sich in Erziehung und Bildung, in fehlender \u00f6konomischer und gesellschaftlicher Teilhabe und in Gesetzestexte gegossen.<\/p>\n<p>Wir als Freilerner-Solidargemeinschaft e.V. wollen das Thema Adultismus im Rahmen unseres Kolloquiums 2025 diskutieren und dabei die Diskriminierung junger Menschen in Sachen Bildung, in der Institution Schule und den zugeh\u00f6rigen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt stellen.<\/p>\n<p>Wir erhalten zunehmend Anfragen von schulpflichtigen jungen Menschen (Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene), denen Schule und Schulsystem nicht gerecht werden und die \u2013 oft mit Unterst\u00fctzung ihrer Eltern \u2013 einen selbstbestimmten und selbstorganisierten Bildungsweg gehen m\u00f6chten. Dem steht die in allen deutschen Bundesl\u00e4ndern praktisch ausnahmslos geltende Schulbesuchspflicht im Wege. Wir m\u00f6chten betonen, dass es uns dabei nicht um Situationen geht, in denen Eltern ihre Kinder von der Schule fernhalten. Es geht uns nicht um ein Elternrecht, sondern um Fragen des Selbstbestimmungsrechts junger Menschen, insbesondere des Rechts junger Menschen auf Selbstbestimmung in der Bildung.<\/p>\n<p>Unsere Erfahrung ist, dass die betroffenen jungen Menschen nicht wirklich wahr- und ernst genommen werden. Schulische Bildung wird als alternativlos betrachtet. Die M\u00f6glichkeit einer wohl\u00fcberlegten eigenen Entscheidung wird nicht in Betracht gezogen. Die betroffenen jungen Menschen und ihre Familien werden erheblichen beh\u00f6rdlichen Sanktionen unterworfen, die in der Regel ohne jegliche Ber\u00fccksichtigung der individuellen Interessen der Betroffenen nur ein einziges Ziel kennen: die schnellstm\u00f6gliche Durchsetzung des Schulbesuchs.<\/p>\n<p>Im November 2025 m\u00f6chten wir mit Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen sowie Praktiker*innen aus verschiedenen Disziplinen und selbst betroffenen Menschen dar\u00fcber diskutieren, in wie fern Adultismus als spezifische Diskriminierungsform das Leben und Lernen junger Menschen im Bildungs- und Schulkontext belastet und wie er sich k\u00fcnftig dort \u00fcberwinden lie\u00dfe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interdisziplin\u00e4res Kolloquium Heutzutage gibt es bei immer mehr Menschen in westlich-liberalen Gesellschaften ein Bewusstsein daf\u00fcr, dass Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie hochproblematisch sind. 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